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<title>Meeresschutz</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Meeresschutz</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Der Begriff <b>Meeresschutz</b> umfasst Maßnahmen, die dem Schutz und der Wiederherstellung <a href="Lagebezeichnungen_(Geologie)" class="mw-redirect" title="Lagebezeichnungen (Geologie)">mariner</a> Lebensräume in Bezug auf ihre Funktionen im <a href="Naturhaushalt" title="Naturhaushalt">Naturhaushalt</a> dienen. Somit ist der Meeresschutz ein Teilgebiet des <a href="Naturschutz" title="Naturschutz">Naturschutzes</a>.
</p><p>Der <a href="Anthropogen" title="Anthropogen">anthropogene</a> Einfluss auf die <a href="Meer" title="Meer">Meere</a> bzw. <a href="Ozean" title="Ozean">Ozeane</a> ist vielfältig und reicht von der direkten <a href="Verschmutzung_der_Ozeane" title="Verschmutzung der Ozeane">Verschmutzung</a> mit <a href="Schadstoff" title="Schadstoff">Schadstoffen</a> und <a href="Abfall" title="Abfall">Müll</a> bis zur komplexen <a href="Erw%C3%A4rmung_der_Meere" class="mw-redirect" title="Erwärmung der Meere">Erwärmung der Meere</a> als Effekt der <a href="Globale_Erw%C3%A4rmung" title="Globale Erwärmung">globalen Erwärmung</a>. Dabei wirken sich alle Einflüsse in vielfältigen Wechselwirkungen der Weltmeere auf ihre gesamten Ökosysteme aus. Zu diesen gehören neben Pflanzen und Tieren auch ozeanographische Faktoren wie <a href="Meeresstr%C3%B6mung" title="Meeresströmung">Meeresströmung</a>, Wassertemperatur, <a href="Dichte" title="Dichte">Dichte</a> sowie klimatische.
</p><p>Über 40&nbsp;Prozent der <a href="Weltbev%C3%B6lkerung" title="Weltbevölkerung">Weltbevölkerung</a> lebt aktuell nicht weiter als 100 Kilometer von einer <a href="K%C3%BCste" title="Küste">Küste</a> entfernt – für sie wird z. B. <a href="K%C3%BCstenerosion" title="Küstenerosion">Küstenerosion</a> zu einem immer bedrohlicheren Thema. Für viele Menschen ist das Meer als <a href="Fischerei" title="Fischerei">Fischgrund</a> oder sonstige Nahrungsquelle der wichtigste <a href="Protein" title="Protein">Protein</a>-Lieferant. Während zu Beginn des 20.&nbsp;Jahrhunderts noch von „unendlichen <a href="Ressource" title="Ressource">Ressourcen</a>“ des Meeres gesprochen wurde, ist heute klar, dass menschliches Handeln die Funktion der Meere nachhaltig verändert. Seit Anfang der 1970er Jahre setzen sich verschiedene <a href="Nichtregierungsorganisation" title="Nichtregierungsorganisation">Nichtregierungsorganisationen</a> für den Meeresschutz ein, mittlerweile wurden verschiedene <a href="#Abkommen">entsprechende internationale Abkommen</a> geschlossen.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Schutzgut_und_Funktion">Schutzgut und Funktion</h2></div>

<p>Marine Lebensräume sind die <a href="%C3%96kosystem" title="Ökosystem">Ökosysteme</a> der Meere und Ozeane sowie deren Küsten. Sie erfüllen eine wesentliche Funktion in den globalen Stoffkreisläufen, wie dem <a href="Kohlenstoffkreislauf" class="mw-redirect" title="Kohlenstoffkreislauf">Kohlenstoffkreislauf</a>, dem <a href="Stickstoffkreislauf" title="Stickstoffkreislauf">Stickstoffkreislauf</a> und der <a href="Carbonat" class="mw-redirect" title="Carbonat">Carbonat</a>pumpe. Auch der globale <a href="Klima" title="Klima">Klimahaushalt</a> wird wesentlich durch die Wassermassen der Weltmeere und Ozeane bestimmt. Als natürliche Ressource liefert das Meer tierisches Eiweiß (Meerestiere) für mehr als eine Milliarde Menschen auf der Erde und ist somit die größte Nahrungsquelle weltweit.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Außerdem ist die <a href="Biodiversit%C3%A4t" title="Biodiversität">biologische Diversität</a> mariner Ökosysteme besonders hoch. Schließlich haben Ozeane und Meere für viele Menschen einen <a href="Intrinsisch" title="Intrinsisch">intrinsischen</a> Wert („Wert an sich“). Daher sollen durch Maßnahmen des Meeresschutzes die <a href="Biotische_Umweltfaktoren" title="Biotische Umweltfaktoren">biotischen</a> und <a href="Abiotische_Umweltfaktoren" title="Abiotische Umweltfaktoren">abiotischen</a> Bestandteile mariner Lebensräume im Naturhaushalt sowie deren Wechselwirkungen geschützt werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gefährdete_Lebensräume"><span id="Gef.C3.A4hrdete_Lebensr.C3.A4ume"></span>Gefährdete Lebensräume</h3></div>
<p>Die Meere lassen sich durch den fließenden Übergang schwerer als terrestrische Systeme in verschiedene Gebiete gliedern. Dennoch hängt von der Gliederungsebene auch häufig der Schutzgedanke ab (Ressourcenschutz, Biodiversitätsschutz, Küstenschutz etc.).
</p><p>Besonders bedrohte Lebensräume sind:
</p>
<ul><li><i><a href="Korallenriff" title="Korallenriff">Korallenriffe</a></i>: Korallenriffe sind vor allem durch das Phänomen der <a href="Korallenbleiche" title="Korallenbleiche">Korallenbleiche</a> gefährdet. Korallenriffe sind aus ökologischer Sicht wegen ihrer hohen biologischen Vielfalt besonders wertvoll. Durch die Abhängigkeit der Korallen von wärmerem Wasser findet man Korallenriffe in relativer Nähe des Äquators. Hier kann es zu Verschiebungen kommen, bedingt durch das Einwirken großer <a href="Meeresstr%C3%B6mung" title="Meeresströmung">Meeresströmungen</a> (z.&nbsp;B. <a href="Humboldtstrom" title="Humboldtstrom">Humboldtstrom</a> von Südamerika).</li>
<li><i><a href="Mangrove_(%C3%96kosystem)" title="Mangrove (Ökosystem)">marine Mangrovenwälder</a></i>: Mangroven-<a href="Wald" title="Wald">Wälder</a> sind in vielen Teilen der Welt vor allem durch die Anlage und Ausweitung von intensiv bewirtschafteten <a href="Garnelenzucht" title="Garnelenzucht">Garnelenzuchten</a> („<i>shrimp farms</i>“) gefährdet.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Häufig sind die Teiche nach drei bis zehn Jahren schwer mit Chemikalien verseucht und müssen nach nur wenigen Jahren wieder aufgegeben werden. Eine Wiederaufforstung mit Mangroven ist danach fast immer unmöglich. Weitere Gefährdungsursachen sind Verschmutzung durch <a href="%C3%96le" title="Öle">Öl</a> (<a href="Panama" title="Panama">Panama</a>, <a href="Persischer_Golf" title="Persischer Golf">Persischer Golf</a>), aber auch Trockenlegung von Mangrovengebiet im Zuge des Siedlungsausbaus im Küstenbereich. Die Erträge der Küstenfischerei gingen überall drastisch zurück, wo die Mangrovenwälder großflächig abgeholzt wurden, da sie auch als „Kinderstube“ für verschiedene Fischarten gelten. Anstrengungen zur Wiederaufforstung von Mangroven werden z.&nbsp;B. in <a href="Vietnam" title="Vietnam">Vietnam</a>, <a href="Thailand" title="Thailand">Thailand</a>, <a href="Indien" title="Indien">Indien</a>, <a href="Sri_Lanka" title="Sri Lanka">Sri Lanka</a><sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und auf den <a href="Philippinen" title="Philippinen">Philippinen</a> unternommen. Trotz dieser Bemühungen hält die Zerstörung von Mangrovengebieten an; der Verlust der letzten 20&nbsp;Jahre beläuft sich auf 25&nbsp;% der im Jahre 1980 vorhandenen Fläche.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Gefährdungen_mariner_Systeme"><span id="Gef.C3.A4hrdungen_mariner_Systeme"></span>Gefährdungen mariner Systeme</h2></div>
<p>Der folgende Überblick gibt einige Faktoren an, die die Meere gefährden. Details werden in den entsprechenden Fachartikeln dargestellt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Eutrophierung">Eutrophierung</h3></div>



<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Eutrophierung" title="Eutrophierung">Eutrophierung</a></i></div>
<p>Während <a href="Stickstoff" title="Stickstoff">Stickstoff</a> und <a href="Phosphor" title="Phosphor">Phosphor</a> auf die Biomassebildung in Gewässern limitierend wirken, wird durch die Steigerung der <a href="Trophie" title="Trophie">Trophie</a> dieser Faktor verschoben. Damit wird das Potential, also die „Fruchtbarkeit“ durch menschliche Einflüsse heraufgesetzt. Meist führt dies zum vermehrten Wachstum von <a href="Kieselalge" class="mw-redirect" title="Kieselalge">Kieselalgen</a>, jedoch nicht zur Erhöhung der Biomassebildung insgesamt. <a href="Phytoplankton" title="Phytoplankton">Phytoplankton</a> nimmt in der Regel zu und das Artenspektrum verschiebt sich. Für den Menschen schädlich sind die Giftalgenblüten, die auch auf die Euthropierung von Seegebieten zurückgeführt werden. Euthropierung wird meist durch die in der Landwirtschaft eingesetzten Düngemittel verursacht und wirkt durch das vermehrte <a href="Alge" title="Alge">Algen</a>wachstum negativ auf große Teile des marinen Ökosystems.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Fischerei">Fischerei</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Beifang">Beifang</h4></div>

<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Beifang_(Fischerei)" title="Beifang (Fischerei)">Beifang</a></i></div>
<p>Als Beifang werden die gefangenen Meerestiere bezeichnet, die keine Nutzfische sind, aber dennoch mitgefangen werden. Diese Meerestiere sind in der Regel so stark beschädigt, dass sie nicht überleben und häufig wieder zurück ins Meer geworfen werden. Nach Schätzungen werden jährlich 22&nbsp;Prozent der in der Nordsee gefangenen Fische und <a href="Wirbellose" title="Wirbellose">Wirbellosen</a> nicht angelandet, sondern als Abfall wieder über Bord geworfen. Da rund vier Prozent der gesamten Fisch-Biomasse der Nordsee Fisch- und sonstige tierische Abfälle sind, verändern diese auch das Gefüge des Nahrungsnetzes in der Nordsee erheblich.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bei der Technik der <a href="Langleinenfischerei" title="Langleinenfischerei">Langleinenfischerei</a> kommen Meeresvögel in großer Zahl um. Die nahe der Wasseroberfläche während des Setzens der Leinen ausgebrachten Köder ziehen Seevögel auf der Suche nach Nahrung an. Sie verhaken sich und werden beim Absinken der Leinen ertränkt. Nach Schätzungen von <a href="BirdLife_International" title="BirdLife International">BirdLife International</a> muss man auf 2.500 Haken einen toten <a href="Albatrosse" title="Albatrosse">Albatros</a> rechnen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Grundschleppnetzfischerei">Grundschleppnetzfischerei</h4></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Schleppnetzfischerei" title="Schleppnetzfischerei">Schleppnetzfischerei</a></i></div>

<p>Bei der Grundschleppnetzfischerei werden der Meeresgrund und die darauf lebenden Wesen zerstört, darunter Riffe aus <a href="Kaltwasserkorallen" class="mw-redirect" title="Kaltwasserkorallen">Kaltwasserkorallen</a>, die an den Kontinentalrändern in Tiefen von mehr als 200&nbsp;m in sonst artenarmen Regionen wichtige Habitate bilden und „Kinderstube“ für wichtige Fischarten sind.<sup id="cite_ref-roberts2014_6-0" class="reference"><a href="#cite_note-roberts2014-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-heitkamp2014_7-0" class="reference"><a href="#cite_note-heitkamp2014-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Laut Studien setzt Grundschleppnetzfischerei so viel CO<sub>2</sub> frei wie der gesamte Flugverkehr vor der <a href="COVID-19-Pandemie" title="COVID-19-Pandemie">COVID-19-Pandemie</a>.<sup id="cite_ref-Ars_Technica_8-0" class="reference"><a href="#cite_note-Ars_Technica-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-World_Economic_Forum_9-0" class="reference"><a href="#cite_note-World_Economic_Forum-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-10.1038/s41586-021-03371-z_10-0" class="reference"><a href="#cite_note-10.1038/s41586-021-03371-z-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Überfischung"><span id=".C3.9Cberfischung"></span>Überfischung</h4></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Illegale_Fischerei" title="Illegale Fischerei">Illegale Fischerei</a> und <a href="%C3%9Cberfischung" title="Überfischung">Überfischung</a></i></div>
<p>Die übermäßige Dezimierung des Fischbestandes in einem Gewässer durch <a href="Fischfang" class="mw-redirect" title="Fischfang">Fischfang</a> wird als Überfischung bezeichnet. Durch Instrumente des Fischereimanagements versuchen die Behörden, den maximal nachhaltigen Ertrag (<a href="Fangquote" title="Fangquote">Fangquote</a>, engl. <i>maximal sustainable yield</i>, MSY) zu ermitteln. Der 1997 gegründete <i><a href="Marine_Stewardship_Council" title="Marine Stewardship Council">Marine Stewardship Council</a></i> (MSC) verleiht ein Siegel für Produkte von nachhaltig arbeitenden Fischereibetrieben.
</p><p><a href="Illegale_Fischerei" title="Illegale Fischerei">Illegale Fischerei</a>, „Illegal, unreported and unregulated“ kurz IUU, ist die illegale, undokumentierte und unregulierte Fischerei in allen Meeren. Teilweise wird sie umgangssprachlich auch als „Piratenfischerei“ bezeichnet. Sie trägt zu einem großen, aber schwer zu beziffernden Teil zur Überfischung der Weltmeere bei. Nach Schätzungen des World Conservation Monitoring Centers der UNEP macht sie 30&nbsp;Prozent des weltweiten Fangs an Meerestieren aus (Stand 2014).<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Größenordnung der Anlandungen aus dieser Praxis liegt zwischen 11 und 26 Millionen Tonnen Fisch. Das WCMC sieht in dieser Praxis den wichtigsten Grund, weshalb die Internationale Gemeinschaft kein Management und keinen Schutz von Fischbeständen auf der Hohen See erreicht. Die Trawler operieren außerhalb existierender regionaler Management-Vereinbarungen. Die illegal operierenden Fischer beachten weder <a href="Fangquote" title="Fangquote">Fangquoten</a> noch Restriktionen bei der Fangtechnik oder Schutzgebiete. Illegale Fischerei findet auch in den Hoheitsgewässern vieler Staaten statt, die nicht in der Lage sind, eine wirksame Fischereiaufsicht einzurichten. Das britische Ministerium für internationale Entwicklung (DFID) schätzt, dass der Küstenstaat <a href="Guinea" title="Guinea">Guinea</a> jährlich 100 Millionen Dollar durch die in seinen Gewässern wildernden illegalen <a href="Trawler" title="Trawler">Fischtrawler</a> verliert.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Lokale Fischer verlieren ihre Lebensgrundlage, was negative Auswirkungen auf die Sozialstruktur ganzer Regionen hat.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Rohstoffgewinnung_und_Offshore-Energieerzeugung">Rohstoffgewinnung und Offshore-Energieerzeugung</h3></div>
<p>Durch den Abbau von Sand und Kies sowie durch die Förderung von Erdöl und Erdgas werden marine Ökosysteme am <a href="Benthos" title="Benthos">Benthos</a> gestört. Ölplattformen auf offener See gefährden marine Ökosysteme durch betriebsbedingte Lecks in den Förderanlagen. Die einzige deutsche Ölplattform ist die von der <a href="RWE_Dea" class="mw-redirect" title="RWE Dea">RWE Dea</a> und <a href="Wintershall" title="Wintershall">Wintershall Holding</a> betriebene <a href="Mittelplate_(%C3%96lfeld)" title="Mittelplate (Ölfeld)">Mittelplate</a> am südlichen Rand des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer vor <a href="B%C3%BCsum" title="Büsum">Büsum</a>. Die Betriebsgenehmigung erfolgte wenige Tage vor der Verabschiedung des Nationalparkgesetzes. Die Landanbindung erfolgt mit Pipelines, die im <a href="Watt_(K%C3%BCste)" title="Watt (Küste)">Wattboden</a> vergraben wurden.
</p><p>1995 betrieb <a href="Greenpeace" title="Greenpeace">Greenpeace</a> eine <a href="Kampagne" title="Kampagne">Öffentlichkeitskampagne</a>, die sich gegen <a href="Abfallentsorgung" title="Abfallentsorgung">Entsorgung</a> von Industrie<a href="Schrott" title="Schrott">schrott</a> im Meer richtete. Sie prangerten die geplante Versenkung eines schwimmenden Öltanks an, der <a href="Royal_Dutch_Shell" class="mw-redirect" title="Royal Dutch Shell">Shell</a> gehörte; eine Aktivistengruppe besetzte ihn.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 1998 beschlossen die 15 Teilnehmerstaaten der OSPAR-Konferenz ein Versenkungsverbot für <a href="%C3%96lplattform" class="mw-redirect" title="Ölplattform">Ölplattformen</a> im <a href="Nordatlantik" title="Nordatlantik">Nordatlantik</a>. Seitdem werden diese zur Verschrottung bzw. zum Rückbau in eine Werft geschleppt und dort zerlegt.
</p><p>Zu den regenerativen Energiequellen gehört auch die Nutzung des stark und relativ konstant wehenden <a href="Seewind" class="mw-redirect" title="Seewind">Seewindes</a> auf offener See. <a href="Windpark#Offshore-Windparks" title="Windpark">Offshore-Windparks</a> verändern durch ihre Fundamente und die Seekabel den Benthos. Das&nbsp;Maß der Belastung für ziehende Vögel und Seevögel, die in den Gebieten überwintern, ist derzeit noch umstritten. Für die Genehmigung solcher Anlagen in der deutschen <a href="Ausschlie%C3%9Fliche_Wirtschaftszone" title="Ausschließliche Wirtschaftszone">ausschließlichen Wirtschaftszone</a> (AWZ) müssen die zukünftigen Betreiber dem <a href="Bundesamt_f%C3%BCr_Seeschifffahrt_und_Hydrographie" title="Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie">Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie</a> (BSH) ein ausführliches Umweltverträglichkeitsgutachten vorlegen.
</p><p>Im Dezember 2004 lehnte das BSH erstmals zwei geplante Offshore-Windparks in der Ostsee vor Rügen ab. Nicht genehmigt wurden die Parks <i>Adlergrund</i> sowie <i>Pommersche Bucht</i>. Begründet wurde die Entscheidung mit den möglichen ökologischen Auswirkungen. Im August 2009 ging der erste Offshore-Windpark in der deutschen AWZ <a href="Alpha_ventus" class="mw-redirect" title="Alpha ventus">alpha ventus</a> in den Probebetrieb. Er befindet sich 43–45 Kilometer nordwestlich von <a href="Borkum" title="Borkum">Borkum</a>. Im September 2009 trat die Bundesregierung (<a href="Kabinett_Merkel_I" title="Kabinett Merkel I">Kabinett Merkel I</a>) kurz vor der <a href="Bundestagswahl_2013" title="Bundestagswahl 2013">Bundestagswahl 2013</a> mit einem Plan an die Öffentlichkeit, wonach 40 Offshore-Windparks in der deutschen AWZ der Nordsee und Ostsee entstehen sollen. Die 2500 Windräder sollten demnach eine Gesamtleistung von 12&nbsp;GW erbringen.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Oktober 2009 gab das BSH bekannt, drei weitere Windparks in der Nordsee genehmigt zu haben: „Delta Nordsee&nbsp;2“ (Antragsteller <i>Offshore-Windpark Delta Nordsee GmbH</i>), „MEG Offshore&nbsp;I“ (Antragsteller <i>North Sea Offshore MEG&nbsp;I GmbH</i>) und „Veja Mate“ (Antragsteller <i><a href="Cuxhaven_Steel_Construction" class="mw-redirect" title="Cuxhaven Steel Construction">Cuxhaven Steel Construction</a> GmbH</i>). Die Windparks „Delta Nordsee&nbsp;2“ (32 Windenergieanlagen) und „MEG Offshore&nbsp;I“ (80&nbsp;WEA) sind etwa 40&nbsp;km nördlich der ostfriesischen Inseln in einem Eignungsgebiet für Windenergieanlagen geplant. Der Windpark „Veja Mate“ (80&nbsp;WEA) soll etwa 90&nbsp;km nördlich von <a href="Borkum" title="Borkum">Borkum</a> und circa 129&nbsp;km westlich von <a href="Helgoland" title="Helgoland">Helgoland</a> errichtet werden. Die&nbsp;Windparks liegen außerhalb des Hauptkonzentrationsgebiets der Artengruppe <a href="Seetaucher" title="Seetaucher">Seetaucher</a>. Mit&nbsp;diesen Vorhaben hat das BSH insgesamt 28&nbsp;Windpark-Projekte in der deutschen AWZ (25&nbsp;Nordsee, 3&nbsp;Ostsee) genehmigt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Klimawandel">Klimawandel</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Folgen_der_globalen_Erw%C3%A4rmung#Erwärmung_der_Meere" title="Folgen der globalen Erwärmung">Erwärmung der Meere</a></i></div>
<p>Die Folgen der <a href="Anthropogen" title="Anthropogen">anthropogen</a> verursachten <a href="Globale_Erw%C3%A4rmung" title="Globale Erwärmung">Klimaerwärmung</a> wirken sich stark auf die Meere und Ozeane aus. Eine wesentliche Rolle spielt das Schmelzen großer Eismassen in polaren Gebieten. Im Binnenmeer <a href="Ostsee" title="Ostsee">Ostsee</a> konnte seit 1985 eine Erwärmung der Durchschnittstemperatur um 1,4&nbsp;°C in der Periode von Juli bis September nachgewiesen werden.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<p>Die thermische Ausdehnung des Wassers leistet einen nicht geringen Beitrag zum <a href="Meeresspiegelanstieg_seit_1850" title="Meeresspiegelanstieg seit 1850">derzeitigen Anstieg des Meeresspiegels</a>. Dieser Meeresspiegelanstieg hat jedoch in erster Linie Auswirkungen auf die Küstenregionen der Kontinente und insbesondere auf die dort lebenden Menschen. Für das <i>Ökosystem Ozean</i> weitaus gravierender sind die zahlreichen weiteren mit einer erhöhten Wassertemperatur einhergehenden Effekte. Im globalen Mittel haben sich die Ozeane seit 1955 um 0,04&nbsp;°C erwärmt. Diese geringe Erwärmung liegt darin begründet, dass bislang nur einige hundert Meter der obersten Wasserschichten wärmer geworden sind. Betrachtet man lediglich die Oberflächentemperaturen, fällt die Erwärmung mit 0,6&nbsp;°C bereits sehr viel deutlicher aus. Sie ist dennoch geringer als die Erhöhung der Oberflächentemperaturen an Land, da Landflächen sich allgemein schneller erwärmen.<sup id="cite_ref-WBGU_2006_16-0" class="reference"><a href="#cite_note-WBGU_2006-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zwischen 1993 und 2005 wird die gesamte Erwärmungsrate der obersten 750&nbsp;m Meerestiefe mit 0,33&nbsp;±&nbsp;0,23&nbsp;W/m² berechnet.
</p><p>Die Erwärmung der Meere hat Folgen für ihre Bewohner wie Fische und Meeressäuger: Sie wandern polwärts, worin sie den Landtieren ähneln. Die Populationen des <a href="Kabeljau" class="mw-redirect" title="Kabeljau">Kabeljaus</a> in der Nordsee etwa schrumpfen stärker, als es allein mit Überfischung erklärt werden kann; sie wandern infolge der steigenden Temperaturen bereits nordwärts. Nördlich gelegene Regionen profitieren von dieser Entwicklung: Für das Nordmeer ist davon auszugehen, dass sich der Fischfang insgesamt verbessern und die Zusammensetzung des Fangs ändern wird, solange die Erwärmung sich auf 2–4&nbsp;°C beschränkt. Für darüber hinausgehende Steigerungsraten und ihre Folgen können keine Prognosen abgegeben werden, da die Unsicherheiten zu groß sind.<sup id="cite_ref-WBGU_2006_16-1" class="reference"><a href="#cite_note-WBGU_2006-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Besonders negativ betroffen sind wiederum die <a href="Korallenriff" title="Korallenriff">Korallenriffe</a>. Die Erwärmung des Meerwassers ruft bei ihnen die so genannte <a href="Korallenbleiche" title="Korallenbleiche">Korallenbleiche</a> hervor, die zwar reversibel ist, bei länger anhaltender Belastung aber zum Tod der Korallen führt. Seit den 1950er Jahren sind bereits (auch durch problematische Fischfangmethoden wie <a href="Schleppnetzfischerei" title="Schleppnetzfischerei">Schleppnetze</a> und ähnliches) 20&nbsp;% aller Korallenriffe zerstört worden. Weitere 24&nbsp;% stehen kurz vor dem Kollaps, 26&nbsp;% sind gefährdet. Tropische Korallen haben nur geringe Toleranzen gegenüber steigenden Temperaturen; sie beginnen bereits bei 1–2&nbsp;°C über dem sommerlichen Temperaturmaximum auszubleichen. Es wird angezweifelt, dass sich die Korallen schnell genug an den Anstieg der Meerestemperaturen anpassen können, wenngleich dies nicht ausgeschlossen werden kann.<sup id="cite_ref-WBGU_2006_16-2" class="reference"><a href="#cite_note-WBGU_2006-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Durch den realen und zu erwartenden Meeresspiegelanstieg werden Küstenzonen verlagert und in besiedeltem Gebiet werden häufigere <a href="Sturmflut" title="Sturmflut">Sturmfluten</a> befürchtet. Flache Inselgruppen im Pazifischen Ozean, wie etwa die Inselgruppe <a href="Tuvalu" title="Tuvalu">Tuvalu</a> mit dem höchsten Punkt von 5&nbsp;Metern über der derzeitigen <a href="H%C3%B6he_%C3%BCber_dem_Meeresspiegel" title="Höhe über dem Meeresspiegel">Meereshöhe</a>, werden in mittelfristigen Zeiträumen (50&nbsp;bis 200&nbsp;Jahre) überschwemmt werden.<sup id="cite_ref-WBGU_2006_16-3" class="reference"><a href="#cite_note-WBGU_2006-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Versauerung">Versauerung</h4></div>

<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Versauerung_der_Meere" title="Versauerung der Meere">Versauerung der Meere</a></i></div>
<p>Das den Klimawandel beschleunigende <a href="Kohlenstoffdioxid" title="Kohlenstoffdioxid">Kohlenstoffdioxid</a> (CO<sub>2</sub>) wirkt auch unmittelbar auf marine Systeme und führt zu einer Versauerung der Meere, also zur Abnahme des <a href="PH-Wert" title="PH-Wert">pH-Werts</a>. Inzwischen haben die Ozeane die Hälfte der anthropogen verursachten CO<sub>2</sub>-Emissionen seit 1800 aufgenommen.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Verursacht wird sie durch die Aufnahme von Kohlenstoffdioxid aus der Erdatmosphäre. Der Vorgang zählt neben der globalen Erwärmung zu den Hauptfolgen der menschlichen Emissionen des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid. Bei unverändertem Anstieg des Kohlenstoffausstoßes wird der pH-Wert der Meere bis 2100 um 0,4 Einheiten absinken, ermittelten Wissenschaftler des IFM-GEOMAR.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Meerwasser wirkt das Kohlenstoffdioxid ausschließlich chemisch.
</p><p>Kohlenstoffdioxid aus der Luft kann sich im Meerwasser lösen und liegt dann größtenteils in Form verschiedener <a href="Anorganische_Verbindung" class="mw-redirect" title="Anorganische Verbindung">anorganischer Verbindungen</a> vor. Anorganischer Kohlenstoff findet sich im Ozean zu etwa 91&nbsp;Prozent in <a href="Hydrogencarbonat" class="mw-redirect" title="Hydrogencarbonat">Hydrogencarbonat</a>-Ionen (HCO<sub>3</sub><sup>−</sup>). Im Wasser gelöstes Kohlenstoffdioxid steht über die folgenden Reaktionsgleichungen mit Hydrogencarbonat (sowie <a href="Carbonat" class="mw-redirect" title="Carbonat">Carbonat</a> und <a href="Oxonium" title="Oxonium">Oxonium</a>-Ionen) im Gleichgewicht:
</p>
<dl><dd><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle \mathrm {CO_{2}+2\ H_{2}O\ \rightleftharpoons \ H_{3}O^{+}+HCO_{3}^{-}} }">
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<dd><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle \mathrm {HCO_{3}^{-}+H_{2}O\ \rightleftharpoons \ CO_{3}^{2-}+H_{3}O^{+}} }">
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<p>Die in diesem Prozess entstehenden Oxonium-Ionen (H<sub>3</sub>O<sup>+</sup>) bewirken den sinkenden pH-Wert.
</p><p>Die Lösung von Kohlendioxid hat schwerwiegende Folgen unter anderem für Tiere mit einem Schutzmantel aus <a href="Calciumcarbonat" title="Calciumcarbonat">Calciumcarbonat</a>: <a href="Koralle" title="Koralle">Korallen</a> produzieren mit <a href="Aragonit" title="Aragonit">Aragonit</a> die neben <a href="Calcit" title="Calcit">Calcit</a> am häufigsten vorkommende Kalkform im Meer. Aragonit ist eine besonders leicht durch Kohlensäure lösbare Form von Kalk, was das Risiko für die Korallen durch saurer werdende Ozeane erhöht. Durch einen saureren Lebensraum konnten negative Auswirkungen auch auf Seeigel (verringertes Wachstum) und auf Miesmuscheln nachgewiesen werden.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auch im <a href="Planktisch" class="mw-redirect" title="Planktisch">planktischen</a> Bereich, besonders bei <a href="Haptophyta" title="Haptophyta">Kalkalgen</a>, wirkt sich der pH-Abfall negativ aus.
</p><p>Die Versauerung führt auch zu einer Verringerung des Sauerstoffgehaltes des Meeres. Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung ermittelten, dass der Sauerstoffgehalt in den Arktischen Meeren in einer Tiefe von 200 bis 800&nbsp;m deutlich verringern wird. Ihre Simulation geht von einer Entwicklung der Kohlenstoffdioxid Emission vom Stand des Jahres 2009 für 100&nbsp;Jahre aus.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Schadstoffe">Schadstoffe</h3></div>
<p><a href="Schadstoff" title="Schadstoff">Schadstoffe</a> gelangen in marine Systeme
</p>
<ul><li>durch Abwässer (Industrie, Haushalte, Landwirtschaft),</li>
<li>aus <a href="Schiffslack" class="mw-redirect" title="Schiffslack">Schiffslacken</a>,</li>
<li>bei der unsachgemäßen Abwrackung von Schiffen in <a href="Abwrackwerft" title="Abwrackwerft">Abwrackwerften</a> oder auf flachen Stränden (z.&nbsp;B. in <a href="Indien" title="Indien">Indien</a>, <a href="Pakistan" title="Pakistan">Pakistan</a>, <a href="Bangladesch" title="Bangladesch">Bangladesch</a> und <a href="China" title="China">China</a>)</li>
<li>und durch <a href="Verklappung" title="Verklappung">Verklappung</a> von Abfällen und <a href="Altlasten_in_den_Meeren" title="Altlasten in den Meeren">Altlasten</a>. Die Stoffe können in folgende Schadstoffgruppen eingeteilt werden (Einteilung 1992 vorgeschlagen von R.&nbsp;B. Clark<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>):</li>
<li><i><a href="Metalle" title="Metalle">Metalle</a>:</i> Im Zentrum der Diskussion stehen die Schwermetalle <a href="Cadmium" title="Cadmium">Cadmium</a>, <a href="Quecksilber" title="Quecksilber">Quecksilber</a>, <a href="Blei" title="Blei">Blei</a>, <a href="Zink" title="Zink">Zink</a>, <a href="Nickel" title="Nickel">Nickel</a> und <a href="Kupfer" title="Kupfer">Kupfer</a>. Speziell das hochgiftige <a href="Tributylzinnhydrid" title="Tributylzinnhydrid">Tributylzinnhydrid</a> (TBT) wurde lange Zeit in großen Mengen in Schiffsanstrichen eingesetzt, um eine Besiedelung durch Seepocken und Muscheln zu verhindern. TBT wirkt krebserregend, erbgutverändernd und stört den Hormonhaushalt von Lebewesen.</li>
<li><i><a href="Radioaktivit%C3%A4t" title="Radioaktivität">Radioaktivität</a>:</i> Meere und Ozeane werden durch radioaktiv kontaminierte Abwässer und versenkte Abfallstoffe belastet. In Europa kommen 90&nbsp;Prozent dieser Einleitungen aus zwei <a href="Wiederaufarbeitungsanlage" class="mw-redirect" title="Wiederaufarbeitungsanlage">Wiederaufarbeitungsanlagen</a>: <a href="Wiederaufarbeitungsanlage_La_Hague" title="Wiederaufarbeitungsanlage La Hague">La Hague</a> und <a href="Sellafield" title="Sellafield">Sellafield</a>. Von dort aus verteilt sich der flüssige Atommüll im Nordostatlantik und in der Nordsee und erreicht auch die <a href="Deutsche_Bucht" title="Deutsche Bucht">Deutsche Bucht</a>. Laut Angaben von Greenpeace (2011) pumpt die staatliche Betreiberfirma der Wiederaufarbeitungsanlage von Sellafield, <a href="British_Nuclear_Fuels" title="British Nuclear Fuels">British Nuclear Fuels</a>, jeden Tag rund acht Millionen Liter radioaktive Abwässer in die <a href="Irische_See" title="Irische See">Irische See</a>, also knapp 3&nbsp;Milliarden Liter im Jahr. Aus der Anlage in La Hague gelangen demnach jährlich rund 500&nbsp;Millionen Liter in den <a href="%C3%84rmelkanal" title="Ärmelkanal">Ärmelkanal</a>.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Laut <a href="Nuclear_Energy_Agency" title="Nuclear Energy Agency">Nuclear Energy Agency</a> (NEA) und der Internationalen Atomenergiebehörde (<a href="IAEO" class="mw-redirect" title="IAEO">IAEO</a>) haben 9 Staaten an 15 Stellen im <a href="Nordatlantik" title="Nordatlantik">Nordostatlantik</a> bis 1982 insgesamt 114.726 Tonnen Atommüll in 222.732 Fässern versenkt.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (<a href="Altlasten_in_den_Meeren" title="Altlasten in den Meeren">Altlasten in den Meeren</a>)</li>
<li><i>Kohlenwasserstoffe:</i> <a href="Halogenierte_Kohlenwasserstoffe" class="mw-redirect" title="Halogenierte Kohlenwasserstoffe">Halogenierte Kohlenwasserstoffe</a> schädigen die Fruchtbarkeit vieler Meeresbewohner. Ihre genaue Wirkung ist noch nicht hinreichend erforscht. <a href="Chlorierte_Kohlenwasserstoffe" class="mw-redirect" title="Chlorierte Kohlenwasserstoffe">Chlorierte Kohlenwasserstoffe</a> (CKW) werden von Organismen praktisch nicht abgebaut. Deshalb findet eine extreme Anreicherung in der <a href="Nahrungskette" title="Nahrungskette">Nahrungskette</a> statt.</li>
<li><i><a href="Persistenz_(Chemie)" title="Persistenz (Chemie)">Persistente</a> Stoffe</i></li>
<li><i><a href="Munition" title="Munition">Munition</a>:</i> allein für die deutsche Nord- und Ostsee werden 1.600.000 Tonnen alte Munition angenommen, eingebracht während der <a href="Seekrieg" title="Seekrieg">Seekriegshandlungen</a>, bei Übungstätigkeiten der <a href="Marine" title="Marine">Marinen</a> und zum Zwecke der <a href="Entsorgung" class="mw-redirect" title="Entsorgung">Entsorgung</a>.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>Feste Abfallstoffe:</i> Die ‚Joint Group of Experts on Scientific Aspects of Marine Environmental Protection‘ (GESAMP) stellte fest, dass 80&nbsp;Prozent des Mülls im Meer vom Festland und 20&nbsp;Prozent von Standorten im Meer (etwa von Schiffen) kommt. Im Pazifik schwimmt ein „<a href="Plastikm%C3%BCll_in_den_Ozeanen" title="Plastikmüll in den Ozeanen">Müllteppich</a>“ auf einer Fläche, die vergleichbar ist mit der Fläche der Länder Deutschland, Österreich, Tschechien, Polen, Luxemburg, Ungarn und Schweiz zusammengenommen.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Hauptanteil des Mülls besteht aus <a href="Kunststoff" title="Kunststoff">Kunststoffen</a>. <a href="Seev%C3%B6gel" class="mw-redirect" title="Seevögel">Seevögel</a> (zum Beispiel Albatrosse) halten den Müll für Beute und fressen ihn.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ähnlich verhält es sich bei Meeressäugern. Die IUCN schätzt, dass jährlich eine Million Seevögel, 100.000 Meeressäuger und eine nicht zu beziffernde Zahl von Fischen an Plastikmüll verenden.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i><a href="Erd%C3%B6l" title="Erdöl">Erdöl</a>:</i> Ölverschmutzung bis hin zur <a href="%C3%96lpest" class="mw-redirect" title="Ölpest">Ölpest</a> ist eine immer wieder auftretende Gefahr für Ökosysteme im und am Meer. Nach der Havarie von Öltankern (siehe z.&nbsp;B. <a href="Exxon_Valdez" title="Exxon Valdez">Exxon Valdez</a>) kommt es manchmal zu großen Ölpest-Ereignissen.</li></ul>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Listen_schwerer_Seeunf%C3%A4lle" class="mw-redirect" title="Listen schwerer Seeunfälle">Listen schwerer Seeunfälle</a></div>
<p>Um Wahrscheinlichkeit und Ausmaß ähnlicher Unglücke zu verringern, wurde in den USA 1990 im <a href="Oil_Pollution_Act" class="mw-redirect" title="Oil Pollution Act">Oil Pollution Act</a> festgelegt, dass nur noch Öltanker mit <a href="Doppelh%C3%BCllenschiff" title="Doppelhüllenschiff">Doppelhülle</a> in US-Häfen anlegen dürfen. Seit dem Frühjahr 2001 dürfen gemäß einem Beschluss der <a href="Internationale_Seeschifffahrts-Organisation" title="Internationale Seeschifffahrts-Organisation">Internationalen Seeschifffahrts-Organisation</a> (IMO) keine Tanker mit einfacher Hülle mehr gebaut werden. Ab 2015 sollen diese generell nicht mehr eingesetzt werden.<sup id="cite_ref-GP_Exxon_Valdez_Katastrophe_28-0" class="reference"><a href="#cite_note-GP_Exxon_Valdez_Katastrophe-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Verklappung von <a href="Schwer%C3%B6l" title="Schweröl">Schweröl</a> trägt zur schleichenden Ölverschmutzung der Meere bei. Dabei lassen die Schiffe Treibstoffrückstände aus Kostengründen im Meer ab, statt sie im Hafen ordnungsgemäß entsorgen zu lassen. Bis in die 1990er Jahre war es kaum möglich, den Schiffen die Meeresverschmutzung nachzuweisen.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das <a href="Bundesamt_f%C3%BCr_Seeschifffahrt_und_Hydrographie" title="Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie">Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie</a>, BSH vergleicht <a href="Gaschromatographie" title="Gaschromatographie">gaschromatographisch</a> den „Fingerabdruck“ von Ölproben aus dem Meer mit solchen von verdächtigen Schiffen und kann so „Umweltsünder“ überführen und Bußgelder gegen sie verhängen.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Tourismus">Tourismus</h3></div>

<p><a href="Tourismus" title="Tourismus">Tourismus</a> kann Küsten-Ökosysteme indirekt und direkt beeinträchtigen: durch Versiegelung wird ein Küsten-Lebensraum meist degradiert. In vielen Ländern entsorgen Hotels und touristische Anlagen ihre Abfälle direkt im Meer und leiten Abwässer ein. In vielen touristisch frequentierten Ländern sind die Umweltstandards niedrig und werden zudem häufig nicht eingehalten. Eine Landschaft, in der wenig menschlicher Einfluss erkennbar ist, gilt als „unberührt“ und hat im Allgemeinen Verständnis einen hohen Erholungswert. Hier wirken menschliche Einflüsse direkt, zum Beispiel durch Störung von <a href="Schildkr%C3%B6ten" title="Schildkröten">Schildkröten</a>, <a href="Meeress%C3%A4uger" title="Meeressäuger">Meeressäugern</a>, See- und <a href="Watvogel" class="mw-redirect" title="Watvogel">Watvögeln</a> (<a href="Limikolen" class="mw-redirect" title="Limikolen">Limikolen</a>). In vielen Gebieten liegen Strände, an denen <a href="Windsurfen" title="Windsurfen">Wind-</a> und <a href="Kitesurfen" title="Kitesurfen">Kitesurfen</a> betrieben werden, unmittelbar neben <a href="Vogelschutzgebiet" title="Vogelschutzgebiet">Vogelschutzgebieten</a>, was zu Nutzungskonflikten führt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Instrumente_des_Meeresschutzes">Instrumente des Meeresschutzes</h2></div>
<p>Der Schutz mariner Systeme wird meist durch eine Kombination von Bildung der und Kommunikation mit den betroffenen Menschen, rechtlichen Regelungen, freiwilligen <a href="Selbstverpflichtung" title="Selbstverpflichtung">Selbstverpflichtungen</a> und politischer Maßnahmen umgesetzt. Ein wesentliches Instrument im Schutz mariner Lebensräume sind <a href="Meeresschutzgebiet" title="Meeresschutzgebiet">Meeresschutzgebiete</a>.
</p><p>Zum Schutz von Küstenlebensräumen wird das auf der Kooperation von verschiedenen Akteuren beruhende, <a href="Integriertes_K%C3%BCstenzonenmanagement" title="Integriertes Küstenzonenmanagement">integrierte Küstenzonenmanagement</a> angestrebt, durch das die wirtschaftlichen Eingriffe des Menschen in die Meeresumwelt reguliert und gegebenenfalls gesteuert werden können.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Abkommen">Abkommen</h3></div>

<p>Da Meere und Ozeane Länder und Kontinente verbinden, wurde schnell erkannt, dass Maßnahmen zu ihrem Schutz nur dann zielführend sind, wenn sich alle Anrainer gemeinsam um den Schutz des jeweiligen Meeres kümmern. Eine Reihe weiterer regionaler und überregionaler Vereinbarungen sind in der <a href="Liste_internationaler_Umweltabkommen#Meeresschutz" title="Liste internationaler Umweltabkommen">Liste internationaler Umweltabkommen</a> verzeichnet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Auswahl">Auswahl</h4></div>
<ul><li>Die UN-<a href="Biodiversit%C3%A4tskonvention" class="mw-redirect" title="Biodiversitätskonvention">Biodiversitätskonvention</a> (engl. <i>Convention on Biological Diversity</i>, CBD) ist ein internationales Umwelt-Vertragswerk zur Erhaltung der weltweiten biologischen Vielfalt. Das auf der Konferenz der Vereinten Nationen zu Umwelt und Entwicklung (UNCED) 1992 in <a href="Rio_de_Janeiro" title="Rio de Janeiro">Rio de Janeiro</a> ausgehandelte Abkommen verpflichtet die Vertragspartner, geeignete Maßnahmen zum Erhalt und Schutz ihrer biologischen Ressourcen an Land und im Meer zu unternehmen. Auf der 9.&nbsp;Vertragsstaatenkonferenz 2008 in Bonn wurden zu diesem Zweck weltweit vernetzte Meeresschutzgebiete gefordert.</li>
<li>2008 beschloss die EU die <i><a href="EU-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie" class="mw-redirect" title="EU-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie">EU-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie</a></i>, um die europäischen Meere bis 2020 in einen guten Umweltzustand zu versetzen oder diesen zu erhalten. 2011 wurde der Gesetzentwurf in den Mitgliedsstaaten rechtlich eingebettet. In Deutschland ist das <a href="Bundesamt_f%C3%BCr_Naturschutz" title="Bundesamt für Naturschutz">Bundesamt für Naturschutz</a> mit der Umsetzung betraut.</li>
<li><i><a href="HELCOM" title="HELCOM">HELCOM</a></i>: Die <a href="Helsinki" title="Helsinki">Helsinki</a>-Kommission (HELCOM) wurde als zwischenstaatliche Organisation von den Ostsee-Anrainern gegründet, um den natürlichen Zustand der Meeresumwelt der Ostsee zu verbessern. Mitglieder sind die mittlerweile neun Anrainerstaaten und die Europäische Gemeinschaft. Nach der Novellierung des Abkommens 1992 werden auch die angrenzenden inneren Gewässer sowie deren gesamtes Einzugsgebiet einbezogen. Deshalb unterzeichneten 1992 auch Norwegen, die Tschechische Republik und weitere Staaten das Abkommen.</li>
<li><i><a href="Internationales_%C3%9Cbereinkommen_zur_Regelung_des_Walfangs" title="Internationales Übereinkommen zur Regelung des Walfangs">Internationales Übereinkommen zur Regelung des Walfangs</a>:</i> Dieses Abkommen regelt die weltweiten <a href="Fangquote" title="Fangquote">Fangquoten</a> und damit auch den Schutz dieser Gattung von Meeressäugern. Ständiges Gremium ist die <a href="Internationale_Walfangkommission" class="mw-redirect" title="Internationale Walfangkommission">Internationale Walfangkommission</a> IWC.</li>
<li><i><a href="MARPOL" class="mw-redirect" title="MARPOL">MARPOL</a></i>: Das <i>Internationale Übereinkommen zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch Schiffe</i> wurde 1973 durch die <a href="Internationale_Seeschifffahrts-Organisation" title="Internationale Seeschifffahrts-Organisation">Internationale Seeschifffahrts-Organisation</a> (IMO) verabschiedet und 1978 ergänzt. Zunächst sollte damit die <a href="Seerecht" title="Seerecht">Seerechtliche</a> Grundlage zur Verhinderung der Öl-Verschmutzung der Meere geschaffen werden. Heute ist MARPOL das wichtigste internationale Abkommen für Meeresumweltschutz in der kommerziellen Seefahrt. MARPOL soll grundsätzlich von dem Staat durchgesetzt werden, unter dessen Flagge das jeweilige Schiff fährt. Da sich aber die <a href="Ausflaggung" title="Ausflaggung">Ausflaggung</a> von Handelsschiffen heute als gängige Praxis erweist und diese Schiffe zum Teil nie einen Hafen ihres Flaggenlandes anlaufen, dürfen Behörden des Hafenlandes ebenfalls die Einhaltung der Regelungen kontrollieren und durchsetzen.</li>
<li><i><a href="OSPAR" title="OSPAR">OSPAR</a></i>: Vorläufer des Übereinkommens zum Schutz der Meeresumwelt des Nordost-Atlantiks traten mit der <a href="Oslo" title="Oslo">Oslo</a>-Konvention OSCOM von 1972 und der <a href="Paris" title="Paris">Paris</a>-Konvention PARCOM von 1974 in Kraft. Das Abkommen soll alle wesentlichen Eingriffe in die Meeresumwelt des Nordatlantiks regeln. Dazu gehört beispielsweise die Aufstellung von Windenergieanlagen oder Bohrinseln, sowie die Einleitung aller Substanzen, die in den Nordatlantik und die Nordsee gelangen.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="2023:_UN-Vertrag_zum_Meeresschutz">2023: UN-Vertrag zum Meeresschutz</h5></div>
<p>Auf der Schlusssitzung einer mehrjährigen UN-Konferenz<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> in <a href="New_York_City" title="New York City">New York</a> wurde Anfang März 2023 nach fast 40-stündigen Verhandlungen und fünfzehn Jahren Vorlauf der Text für das <a href="Hochseeabkommen" title="Hochseeabkommen">Hochseeabkommen</a> verabschiedet. 60 Staaten mussten das Abkommen mindestens <a href="Ratifikation" title="Ratifikation">ratifizieren</a>, damit es 120 Tage später in Kraft treten konnte.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Es ist der erste international <a href="V%C3%B6lkerrechtlicher_Vertrag" title="Völkerrechtlicher Vertrag">völkerrechtlich bindende Vertrag</a> zur Anwendung der <a href="Seerechts%C3%BCbereinkommen" class="mw-redirect" title="Seerechtsübereinkommen">UN-Seerechtskonvention</a> (UNCLOS) auf die „<a href="Biodiversit%C3%A4t" title="Biodiversität">Biodiversität</a> jenseits nationaler Gesetzgebung“ (<i>Biodiversity beyond national legislation, BBNJ</i>).<sup id="cite_ref-deutschlandfunk.de_5-3-023_33-0" class="reference"><a href="#cite_note-deutschlandfunk.de_5-3-023-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Vertragstext wurde zunächst nicht veröffentlicht, da er juristisch geprüft und in die sechs <a href="Amtssprachen_der_Vereinten_Nationen" title="Amtssprachen der Vereinten Nationen">Amtssprachen der Vereinten Nationen</a> übersetzt werden musste. Die Hochsee galt bis dahin als weitgehend <a href="Rechtsfreier_Raum" title="Rechtsfreier Raum">rechtsfreier Raum</a>.
</p><p>Die <a href="UN-Konvention" title="UN-Konvention">UN-Konvention</a> ermöglicht die Ausweisung von Meeresschutzgebieten in <a href="Internationale_Gew%C3%A4sser" title="Internationale Gewässer">internationalen Gewässern</a> und verbindlichen Schutz der <a href="Biologische_Vielfalt" class="mw-redirect" title="Biologische Vielfalt">biologischen Vielfalt</a> auf Hoher See.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zudem sollen die Staaten dazu verpflichtet werden, ihre wirtschaftlichen Projekte, Expeditionen und andere Aktivitäten in den Weltmeeren auf ihre <a href="Umweltvertr%C3%A4glichkeit" title="Umweltverträglichkeit">Umweltverträglichkeit</a> zu prüfen.<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Umweltorganisation <a href="Greenpeace" title="Greenpeace">Greenpeace</a> ordnete dies als einen „historischen Tag für den Naturschutz“ ein.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Abkommen leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der bei der <a href="%C3%9Cbereinkommen_%C3%BCber_die_biologische_Vielfalt#COP_15_(CBD)_2022_Kunming/Montreal" title="Übereinkommen über die biologische Vielfalt">15. Konferenz des Montréal-Artenschutzabkommens</a> im Dezember 2022 getroffenen Vereinbarung, bis 2030 30&nbsp;% der Erdoberfläche als Schutzgebiete auszuweisen. Größter Streitpunkt war bis zuletzt die <a href="Access_and_Benefit_Sharing" title="Access and Benefit Sharing">Aufteilung der Gewinne aus der Nutzung genetischer Ressourcen</a> im Meer: 2023 waren rund 230.000 Tier- und Pflanzenarten im Meer bekannt; vermutlich existieren mehrere Millionen Arten und das <a href="Genom" title="Genom">Erbgut</a> noch unbekannter Arten könnte z. B. Schlüsselelemente für die Entwicklung neuer Medikamente enthalten und damit sehr wertvoll sein.<sup id="cite_ref-taz.de_5-3-023_Christian_Mihatsch_37-0" class="reference"><a href="#cite_note-taz.de_5-3-023_Christian_Mihatsch-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im September 2025 hatten die USA, Deutschland und weitere Staaten den Vertrag zwar unterschrieben, jedoch nicht ratifiziert. Dazu ist in Deutschland ein neues Bundesgesetz nötig. Umweltminister <a href="Carsten_Schneider" title="Carsten Schneider">Carsten Schneider</a> (SPD) stellte die Ratifizierung durch die Bundesregierung zwar in Aussicht, nannte jedoch keinen Termin. Auch ist das Vorgehen der USA unter Präsident Donald Trump offen. Schon im April 2025 unterzeichnete Trump ein Dekret, das dem Unternehmen <a href="The_Metals_Company" title="The Metals Company">The Metals Company USA</a> (TMC) den baldigen kommerziellen Tiefseebergbau ermöglichen könnte. Ungeachtet dessen, dass die <a href="Internationale_Meeresbodenbeh%C3%B6rde" title="Internationale Meeresbodenbehörde">Internationale Meeresbodenbehörde</a> ISA darin einen Verstoß gegen geltendes Völkerrecht sieht.<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Russland lehnte zu diesem Zeitpunkt bereits Teile der Vereinbarung ab und unterzeichnete sie nicht.<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Nachdem im September 2025 Marokko als 60. Staat das Abkommen unterzeichnet hatte, trat es am 17. Januar 2026 in Kraft.<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="IUCN_„Hope_Spots“"><span id="IUCN_.E2.80.9EHope_Spots.E2.80.9C"></span>IUCN „Hope Spots“</h3></div>
<p>Die <i><a href="IUCN" title="IUCN">International Union for Conservation of Nature and Natural Resources</a></i> (IUCN) führte die Kategorie der „Hope Spots“ ein: Dies sind 76 Meeresgebiete (2016) mit besonderem Schutzbedarf, aber ohne einen zwingenden verbindlichen Schutzstatus. Das Konzept lehnt sich an das <a href="Biodiversit%C3%A4ts-Hotspot" title="Biodiversitäts-Hotspot">Biodiversitäts-Hotspot</a>-Netz an, das für terrestrische Lebensräume schon länger existiert. Auf dem Weltnaturschutzkongress der IUCN 2016 wurde der aktuelle <i>Ocean Warming Report</i> vorgestellt. Ein Resultat draus ist die Erweiterung der Liste um 14 weitere „Hope Spots“.<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Konferenzen">Konferenzen</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Our_Ocean"><i>Our Ocean</i></h4></div>



<p>2014 veranstaltete das <a href="US-Au%C3%9Fenministerium" class="mw-redirect" title="US-Außenministerium">US-Außenministerium</a> die erste internationale Meeresschutzkonferenz „<i><b>Our Ocean</b></i>“ („Unser Ozean“);<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Courtney Farthing von der Nichtregierungsorganisation <i>Global Fishing Watch</i> bezeichnete sie als „Schlüssel zur Aufrechterhaltung des politischen Willens zum Schutz der Meere“.<sup id="cite_ref-taz.de_3-3-023_45-0" class="reference"><a href="#cite_note-taz.de_3-3-023-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auf der <i>Our Ocean</i> Anfang Oktober 2015 im <a href="Chile" title="Chile">chilenischen</a> <a href="Valpara%C3%ADso" title="Valparaíso">Valparaíso</a> sprach unter Anderen der britische Unternehmer <a href="Richard_Branson" title="Richard Branson">Richard Branson</a> (<i><a href="Virgin_Group" title="Virgin Group">Virgin Group</a></i>).<sup id="cite_ref-46" class="reference"><a href="#cite_note-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die <i>Our Ocean</i> 2018 fand Ende Oktober des Jahres in der Hauptstadt <a href="Indonesien" title="Indonesien">Indonesiens</a> statt, <a href="Jakarta" title="Jakarta">Jakarta</a>.<sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auf der <i>Our Ocean</i> Anfang März 2023 in <a href="Panama-Stadt" title="Panama-Stadt">Panama-Stadt</a><sup id="cite_ref-48" class="reference"><a href="#cite_note-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> mit führenden Politikern sowie Vertretern von Organisationen, <a href="Zivilgesellschaft" title="Zivilgesellschaft">Zivilgesellschaft</a> und Privatsektor aus über 70 Ländern machten die Teilnehmenden machten Zusagen zum Meeresschutz über zusammen nahezu 20 Mrd. US-Dollar (ca. 18,8 Mrd. Euro),<sup id="cite_ref-49" class="reference"><a href="#cite_note-49"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> bzw. „fast 19 Mrd. US-Dollar (17,8 Mrd. Euro)“,<sup id="cite_ref-dw.com_4-3-023_50-0" class="reference"><a href="#cite_note-dw.com_4-3-023-50"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> davon
</p>
<ul><li>die USA etwa ein Drittel, über sechs Mrd. US-Dollar (ca. 5,65 Mrd. Euro): Laut dem früheren <a href="US-Au%C3%9Fenminister" class="mw-redirect" title="US-Außenminister">US-Außenminister</a> und Klimabeauftragten des <a href="Wei%C3%9Fes_Haus_(US-Regierungsorgan)" class="mw-redirect" title="Weißes Haus (US-Regierungsorgan)">Weißen Hauses</a> <a href="John_Kerry" title="John Kerry">John Kerry</a> soll diese Summe solle auf 77 Hochsee-Projekte verteilt werden, u. a. zur technischen Hilfe bei der Einrichtung „grüner Transportkorridore“, mit denen Schifffahrts-Emissionen reduziert werden sollen.<sup id="cite_ref-taz.de_3-3-023_45-1" class="reference"><a href="#cite_note-taz.de_3-3-023-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Die <a href="Europ%C3%A4ische_Union" title="Europäische Union">Europäische Union</a> sagte hier 816,5 Mio. Euro zum Schutz der Meere im Jahr 2023 zu – sie will die Ozeane „schützen, wiederbeleben und pflegen“. Der Betrag verteilt sich auf „39 Verpflichtungen“, darunter z. B. 320 Mio. Euro für die „Meeresforschung zum Schutz der biologischen Vielfalt der Meere und zur Bewältigung der Auswirkungen des Klimawandels auf die Ozeane“.</li></ul>
<p>Der Gastgeber Panama sagte die Verdopplung der Fläche seiner Meeresschutzgebiete auf knapp 94.000 Quadratkilometer in der <a href="Karibik" title="Karibik">Karibik</a> zu.<sup id="cite_ref-51" class="reference"><a href="#cite_note-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Neben der Ausweitung von Meeresschutzgebieten wurden auf der <i>Our Ocean</i> 2023 die Verringerung von <a href="#Gefährdungen_mariner_Systeme">Stressfaktoren für die Ozeane</a> und die Sicherstellung einer nachhaltigen „Blauen Wirtschaft“ erörtert, hinsichtlich der Ozeane das <a href="Pendant" title="Pendant">Pendant</a> zu einer „<a href="Gr%C3%BCne_Wirtschaft" title="Grüne Wirtschaft">Grünen Wirtschaft</a>“.<sup id="cite_ref-dw.com_4-3-023_50-1" class="reference"><a href="#cite_note-dw.com_4-3-023-50"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Küsten-Nationalparks_in_Deutschland"><span id="K.C3.BCsten-Nationalparks_in_Deutschland"></span>Küsten-Nationalparks in Deutschland</h3></div>
<p>Mit der Einrichtung des <a href="Nationalpark_Schleswig-Holsteinisches_Wattenmeer" title="Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer">Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer</a> wurde am 1.&nbsp;Oktober 1985 ein Gebiet innerhalb der <a href="12-Meilen-Zone" title="12-Meilen-Zone">12-Meilen-Zone</a> ausgewiesen, das <a href="Tide" class="mw-redirect" title="Tide">tide</a>abhängig trockenfällt. Daneben werden Küstenzonen (unter anderem <a href="Salzwiese" title="Salzwiese">Salzwiesen</a>) geschützt. Da Naturschutz Ländersache ist, folgte die Ausweisung eines Wattenmeer-Nationalparks in Niedersachsen (<a href="Nationalpark_Nieders%C3%A4chsisches_Wattenmeer" title="Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer">Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer</a>) 1986 und in der Elbmündung (<a href="Nationalpark_Hamburgisches_Wattenmeer" title="Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer">Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer</a>) 1990. Die Zuständigkeiten und die verfolgte Politik in den Parks sind länderbedingt unterschiedlich.
An der Ostseeküste wurde der <a href="Nationalpark_Vorpommersche_Boddenlandschaft" title="Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft">Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft</a> und der relativ kleine <a href="Nationalpark_Jasmund" title="Nationalpark Jasmund">Nationalpark Jasmund</a> auf Rügen ausgewiesen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Meeresschutzgebiete_(Marine_Protected_Areas,_MPA)"><span id="Meeresschutzgebiete_.28Marine_Protected_Areas.2C_MPA.29"></span>Meeresschutzgebiete (<i>Marine Protected Areas</i>, MPA)</h3></div>

<p><a href="Meeresschutzgebiet" title="Meeresschutzgebiet">Meeresschutzgebiete</a> dienen als Erholungs- und Rückzugsraum für verschiedene maritime Tier- und Pflanzenarten. Bedeutend sind hierbei besonders <a href="Riff_(Geographie)" title="Riff (Geographie)">Riffe</a> und <a href="Korallenriff" title="Korallenriff">Korallenbänke</a>. Die IUCN definiert ein Meeresschutzgebiet wie folgt:
</p>
<dl><dd><i>„[Ein] Gebiet innerhalb oder unterhalb des Gezeitenbereichs, einschließlich seiner darüberliegenden Wassersäule und der dazugehörigen Flora, Fauna sowie historischen und kulturellen Werte, das gesetzlich oder durch andere wirksame Mittel in seiner Gesamtheit oder in Teilen geschützt wird.“</i><sup id="cite_ref-52" class="reference"><a href="#cite_note-52"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></dd></dl>
<p>Die positiven Effekte von Meeresschutzgebieten wurden durch Untersuchungen australischer Meeresbiologen 2008 bestätigt: In Schutzzonen mit Fischereiverbot um das <a href="Great_Barrier_Reef" title="Great Barrier Reef">Great Barrier Reef</a> wuchsen innerhalb von nur zwei Jahren die Populationen verschiedener Fischarten um 31 bis 75&nbsp;Prozent an.<sup id="cite_ref-53" class="reference"><a href="#cite_note-53"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die ersten deutschen Meeresschutzgebiete auf hoher See wurden aufgrund des Europäischen Programmes <i>NATURA 2000</i> ausgewiesen. Mit Inkrafttreten der europäischen <a href="Richtlinie_92/43/EWG_(Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)" title="Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)">Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie</a> zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume verpflichteten sich die Mitgliedsstaaten der <a href="Europ%C3%A4ische_Union" title="Europäische Union">Europäischen Union</a> 1992, ein zusammenhängendes Netz von Schutzgebieten an Land und zur See zu schaffen.
</p><p>Diese Meeresgebiete stehen aus unterschiedlichen Gründen unter Schutz: teilweise sind sie „Kinderstube“ von <a href="Meeress%C3%A4uger" title="Meeressäuger">Meeressäugern</a> (speziell <a href="Schweinswal" class="mw-redirect" title="Schweinswal">Schweinswalen</a>), Rastgebiet für <a href="Seev%C3%B6gel" class="mw-redirect" title="Seevögel">Seevögel</a> oder besitzen einen wertvollen Lebensraum am Meeresboden (<a href="Benthos" title="Benthos">Benthos</a>). 2005 wies Deutschland als erstes europäisches Land zwei Meeresschutzgebiete seiner <a href="Ausschlie%C3%9Fliche_Wirtschaftszone" title="Ausschließliche Wirtschaftszone">Ausschließlichen Wirtschaftszone</a> (AWZ) aus. Inzwischen stehen vier Gebiete in der <a href="Nordsee" title="Nordsee">Nordsee</a> und sechs Gebiete in der <a href="Ostsee" title="Ostsee">Ostsee</a> unter Schutz.<sup id="cite_ref-BFN_Nationale_Meeresschutzgebiete_54-0" class="reference"><a href="#cite_note-BFN_Nationale_Meeresschutzgebiete-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im November 2008 stellte die EU-Kommission Vorschläge zur Sicherung der Rohstoffversorgung der europäischen Industrie vor. Darin wird auch in Erwägung gezogen, nachhaltig Rohstoffe in NATURA-2000-Gebieten abzubauen.<sup id="cite_ref-55" class="reference"><a href="#cite_note-55"><span class="cite-bracket">[</span>55<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dies könnte langfristig bedeuten, dass in den Gebieten wieder Sand und Kies abgebaut werden darf oder Öl und Gas gefördert werden kann. In dem deutschen NATURA 2000-Gebiet <a href="Fehmarnbelt" title="Fehmarnbelt">Fehmarnbelt</a> soll nach dem Willen Dänemarks, Deutschlands und Schleswig-Holsteins eine 19&nbsp;km lange <a href="Fehmarnbeltbr%C3%BCcke" class="mw-redirect" title="Fehmarnbeltbrücke">Brücke</a> errichtet werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Hohe_See">Hohe See</h4></div>
<p>Die „<a href="Hohe_See" title="Hohe See">Hohe See</a>“ umfasst alle Meeresgebiete außerhalb der <a href="Ausschlie%C3%9Fliche_Wirtschaftszone" title="Ausschließliche Wirtschaftszone">ausschließlichen Wirtschaftszonen</a> (AWZ, „200-<a href="Seemeile" title="Seemeile">(See)Meilen</a>-Zone“, ca. 370 Kilometer jenseits der <a href="K%C3%BCste" title="Küste">Küsten</a>-<a href="Basislinie_(Seerecht)" title="Basislinie (Seerecht)">Basislinie</a>; bzgl. des <a href="Meeresboden" class="mw-redirect" title="Meeresboden">Meeresbodens</a> kann die AWZ auch auf bis zu 350 Seemeilen ausgedehnt werden).<sup id="cite_ref-deutschlandfunk.de_5-3-023_33-1" class="reference"><a href="#cite_note-deutschlandfunk.de_5-3-023-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Hochsee macht rund zwei Drittel der Meeresfläche sowie knapp die Hälfte der <a href="Erdoberfl%C3%A4che" title="Erdoberfläche">Erdoberfläche</a> aus und galt bis Anfang März 2023 als weitgehend „<a href="Rechtsfreier_Raum" title="Rechtsfreier Raum">rechtsfreier Raum</a>“:<sup id="cite_ref-taz.de_5-3-023_Christian_Mihatsch_37-1" class="reference"><a href="#cite_note-taz.de_5-3-023_Christian_Mihatsch-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In <a href="New_York_City" title="New York City">New York</a> wurde auf einer UN-Konferenz zunächst der Text für den <a href="V%C3%B6lkerrechtlicher_Vertrag" title="Völkerrechtlicher Vertrag">völkerrechts-verbindlichen</a> <a href="#2023:_UN-Vertrag_zum_Meeresschutz">UN-Vertrag zum Meeresschutz</a> beschlossen, den bis September 2025 60 Staaten weltweit ratifiziert haben.<sup id="cite_ref-56" class="reference"><a href="#cite_note-56"><span class="cite-bracket">[</span>56<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Effektivität,_Strategien,_Ziele_und_Erforschung_der_Maßnahmen"><span id="Effektivit.C3.A4t.2C_Strategien.2C_Ziele_und_Erforschung_der_Ma.C3.9Fnahmen"></span>Effektivität, Strategien, Ziele und Erforschung der Maßnahmen</h3></div>
<p>Ein <a href="Systematische_%C3%9Cbersichtsarbeit" class="mw-redirect" title="Systematische Übersichtsarbeit">wissenschaftliches Review</a> von Daten und Studien zu früheren Interventionen schlussfolgert 2020, dass die <a href="%C3%96kosystem" title="Ökosystem">Ökosysteme</a> der <a href="Meer" title="Meer">Meere</a> bis 2050 wiedergenesen werden können. Man habe innerhalb eines engen <a href="Zeitfenster" title="Zeitfenster">Zeitfensters</a> die <a href="Entscheidungsfindung" class="mw-redirect" title="Entscheidungsfindung">Wahl</a> zwischen dem Erbe eines irreversibel gestörten und eines pulsierenden, widerstandsfähigen Ozeans. <a href="Ziele_f%C3%BCr_nachhaltige_Entwicklung" title="Ziele für nachhaltige Entwicklung">UN-Nachhaltigkeitsziel</a> #14 („conserve and sustainably use the oceans, seas and marine resources for sustainable development“) sei erreichbar, wenn dessen Hauptstressoren, wie der <a href="Klimaschutz" title="Klimaschutz">Klimawandel, ausreichend abgemildert</a> werden.<sup id="cite_ref-57" class="reference"><a href="#cite_note-57"><span class="cite-bracket">[</span>57<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-58" class="reference"><a href="#cite_note-58"><span class="cite-bracket">[</span>58<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-59" class="reference"><a href="#cite_note-59"><span class="cite-bracket">[</span>59<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-60" class="reference"><a href="#cite_note-60"><span class="cite-bracket">[</span>60<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-61" class="reference"><a href="#cite_note-61"><span class="cite-bracket">[</span>61<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Jahr 2021 entwickelten Forscher ein „Planungsframework“ und schlussfolgerten, dass global koordinierter Meeresschutz „fast doppelt so effizient sein würde wie unkoordinierte, nationale Planung“.<sup id="cite_ref-Ars_Technica_8-1" class="reference"><a href="#cite_note-Ars_Technica-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-World_Economic_Forum_9-1" class="reference"><a href="#cite_note-World_Economic_Forum-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-10.1038/s41586-021-03371-z_10-1" class="reference"><a href="#cite_note-10.1038/s41586-021-03371-z-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Akteure">Akteure</h2></div>
<p>Eine Reihe staatlicher und nichtstaatlicher Organisationen setzt sich für den Schutz der Meere ein. Allerdings sind die <a href="Pr%C3%A4misse" title="Prämisse">Prämissen</a> bei den einzelnen Akteuren unterschiedlich.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Regierungsorganisationen">Regierungsorganisationen</h3></div>
<p>Nennenswerte Maßnahmen für den Schutz der Meere wurden von kleinen Staaten mit Meereszugang schon Ende der sechziger Jahre gefordert. Verbindliche Regelungen wurden erstmals auf der <a href="Seerecht" title="Seerecht">Seerechts</a>konferenz in <a href="Caracas" title="Caracas">Caracas</a> verabschiedet, die sich über acht Jahre hin zog und mit der Verabschiedung einer neuen Seerechtskonvention am 10.&nbsp;Dezember 1982 endete.<sup id="cite_ref-ZTM_IOI_Geschichte_62-0" class="reference"><a href="#cite_note-ZTM_IOI_Geschichte-62"><span class="cite-bracket">[</span>62<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Deutschland">Deutschland</h4></div>
<p>In Deutschland liegen die Kompetenzen für den Meeresschutz im Wesentlichen bei drei Ministerien und ihren Fachbehörden:
</p>
<ul><li>Für Meeresnaturschutz zuständig ist das <a href="Bundesministerium_f%C3%BCr_Umwelt%2C_Naturschutz%2C_nukleare_Sicherheit_und_Verbraucherschutz" class="mw-redirect" title="Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz">Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz</a> (BMU) und seine Fachbehörden, das <a href="Bundesamt_f%C3%BCr_Naturschutz" title="Bundesamt für Naturschutz">Bundesamt für Naturschutz</a> (BfN) und das <a href="Umweltbundesamt_(Deutschland)" title="Umweltbundesamt (Deutschland)">Umweltbundesamt</a> (UBA). Das BfN ist für Naturschutz in den Gebieten der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone zuständig. Innerhalb der <a href="12-Meilen-Zone" title="12-Meilen-Zone">12-Meilen-Zone</a> sind die <a href="Land_(Deutschland)" title="Land (Deutschland)">Bundesländer</a> und ihre Behörden für den Meeresschutz zuständig. Das UBA überwacht den chemisch-physikalischen und biologischen Zustand der Küstengewässer und Meere, bewertet die Auswirkungen der Nutzung der Meere sowie des Klimawandels.</li></ul>
<ul><li>Das <a href="Bundesministerium_f%C3%BCr_Verkehr%2C_Bau_und_Stadtentwicklung" class="mw-redirect" title="Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung">Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung</a> (BMVI) ist für die <a href="Schifffahrt" title="Schifffahrt">Schifffahrt</a> zuständig. Ihm zugeordnet ist das <a href="Bundesamt_f%C3%BCr_Seeschifffahrt_und_Hydrographie" title="Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie">Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie</a> (BSH). Das BSH ist vor allem mit der Kartographierung und geobiologischen Datenerhebung in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone betraut. Das Amt betreibt das Meeresumweltreportsystem <i>MURSYS</i>, das biologische Parameter, chemische und physikalische Verhältnisse sowie hydrologische Randbedingungen der Deutschen Nord- und Ostsee bereitstellt und dokumentiert.</li></ul>
<ul><li>Das <a href="Bundesministerium_f%C3%BCr_Ern%C3%A4hrung%2C_Landwirtschaft_und_Verbraucherschutz" class="mw-redirect" title="Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz">Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz</a> (BMELV) ist für Angelegenheiten der <a href="Fischerei" title="Fischerei">Fischerei</a> zuständig. Ihm zugeordnet ist die <a href="Bundesforschungsanstalt_f%C3%BCr_Fischerei" title="Bundesforschungsanstalt für Fischerei">Bundesforschungsanstalt für Fischerei</a> (BFAFi), die sich mit Problemen der Fischerei beschäftigt.</li></ul>
<p>Am 1.&nbsp;Januar 2003 wurde in <a href="Cuxhaven" title="Cuxhaven">Cuxhaven</a> das Deutsche <a href="Havariekommando" title="Havariekommando">Havariekommando</a> als eine gemeinsame Behörde des Bundes und der fünf Küstenländer eröffnet. Seine Aufgabe ist es, bei Unfällen im Bereich der Nord- und Ostsee ein koordiniertes und gemeinsames Unfallmanagement zu gewährleisten.
</p><p>Der im Juli 2019 gegründete <i><a href="Deutsche_Allianz_f%C3%BCr_Meeresforschung" title="Deutsche Allianz für Meeresforschung">Deutsche Allianz für Meeresforschung</a></i> e. V. (DAM) ist eine Allianz des Bundes mit fünf norddeutschen Ländern mit dem Ziel der Förderung und Koordinierung der deutschen <a href="Meereskunde" title="Meereskunde">Meereskunde</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="„Meeresbeauftragter“"><span id=".E2.80.9EMeeresbeauftragter.E2.80.9C"></span>„Meeresbeauftragter“</h5></div>
<p>Im September 2022 installierte das <a href="Kabinett_Scholz" title="Kabinett Scholz">Kabinett Scholz</a> den bisherigen Unterabteilungsleiter Meeresschutz im Umweltministerium <a href="Sebastian_Unger_(Meeresbiologe)" title="Sebastian Unger (Meeresbiologe)">Sebastian Unger</a> zum neuen „<b>Meeresbeauftragten der Bundesregierung</b>“, angesiedelt im Geschäftsbereich im Umweltministerium.<sup id="cite_ref-63" class="reference"><a href="#cite_note-63"><span class="cite-bracket">[</span>63<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er vertrat als „zentrale Position in der deutschen Meerespolitik“ die Bundesregierung z. B. in nationalen und internationalen Verhandlungen zum Meeresschutz.<sup id="cite_ref-64" class="reference"><a href="#cite_note-64"><span class="cite-bracket">[</span>64<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Amt wurde im Mai 2025 wieder abgeschafft.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Europa">Europa</h4></div>
<p>Politisch fällt der Meeresschutz als Teil des Naturschutzes in die Zuständigkeit des <a href="Kommissar_f%C3%BCr_Umwelt" title="Kommissar für Umwelt">EU-Umweltkommissars</a> sowie der <a href="Generaldirektion_Umwelt" title="Generaldirektion Umwelt">Generaldirektion Umwelt der EU-Kommission</a>.<sup id="cite_ref-65" class="reference"><a href="#cite_note-65"><span class="cite-bracket">[</span>65<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im <a href="Europ%C3%A4isches_Parlament" title="Europäisches Parlament">Europäischen Parlament</a> befassen sich mehrere Ausschüsse mit Fragen, die im Zusammenhang mit den Europäischen Meeren stehen.
</p><p>Für den Meeresschutz relevante Entscheidungen treffen vor allem der <a href="Ausschuss_f%C3%BCr_Umweltfragen%2C_%C3%B6ffentliche_Gesundheit_und_Lebensmittelsicherheit" title="Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit">Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit</a> aber auch der <a href="Ausschuss_f%C3%BCr_Verkehr_und_Tourismus" title="Ausschuss für Verkehr und Tourismus">Ausschuss für Verkehr und Tourismus</a> und der <a href="Ausschuss_f%C3%BCr_Fischerei" title="Ausschuss für Fischerei">Ausschuss für Fischerei</a>.<sup id="cite_ref-66" class="reference"><a href="#cite_note-66"><span class="cite-bracket">[</span>66<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>2007 stellte die EU-Kommission ein sogenanntes <i>Blaubuch Meerespolitik</i> (englisch „Bluepaper“) vor, mit dem die Leitlinien für die künftige Meerespolitik festgelegt werden sollen. Erstmals versucht die Kommission damit, von der Fischerei bis zur Schifffahrt alle wirtschaftlichen Nutzungen der europäischen Meere in einem Programm zusammenzufassen. Erklärte Ziele sind die Stärkung maritimer Industrien und eine nachhaltige Meerespolitik.<sup id="cite_ref-EU_Grünbuch_2006_06_07_67-0" class="reference"><a href="#cite_note-EU_Grünbuch_2006_06_07-67"><span class="cite-bracket">[</span>67<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Umweltschutzverbände kritisieren, dass die Zuständigkeiten für <a href="Gemeinsame_Fischereipolitik" title="Gemeinsame Fischereipolitik">Fischerei</a>, Häfen und Transport sowie Energiegewinnung und Rohstoffförderung weiterhin zersplittert blieben. Eine einheitliche „marine Raumplanung“ gebe es nicht, kritisiert der WWF.<sup id="cite_ref-68" class="reference"><a href="#cite_note-68"><span class="cite-bracket">[</span>68<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Weltweit">Weltweit</h4></div>
<p>Die <a href="International_Maritime_Organization" class="mw-redirect" title="International Maritime Organization">International Maritime Organization</a> (IMO), eine UN-Organisation, befasst sich vor allem mit internationalen Abkommen zum Meeresschutz. Ein ständiger Ausschuss der IMO (Marine Environment Protection Committee, MEPC) ist mit der Umsetzung und Novellierungen des <a href="MARPOL" class="mw-redirect" title="MARPOL">MARPOL</a>-Abkommens befasst. Im Rahmen des <a href="Umweltprogramm_der_Vereinten_Nationen" title="Umweltprogramm der Vereinten Nationen">United Nations Environmental Program</a> (UNEP) arbeitet das <i>Regional Seas Program</i> mit 140 <a href="K%C3%BCstenstaat" title="Küstenstaat">Küstenstaaten</a> für den nachhaltigen regionalen Meeresschutz. Die IUCN verzeichnet auf der von ihr herausgegebenen <a href="Rote_Liste_gef%C3%A4hrdeter_Arten" title="Rote Liste gefährdeter Arten">Roten Liste</a> auch marine Tiere und Pflanzen. Die international gültigen Kategorien und Richtlinien für Meeresschutzgebiete werden von der IUCN festgelegt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Nichtregierungsorganisationen">Nichtregierungsorganisationen</h3></div>

<p>Eine Reihe von <a href="Stiftung" title="Stiftung">Stiftungen</a>, <a href="Verein" title="Verein">Vereinen</a> und <a href="Verband_(Recht)" title="Verband (Recht)">Verbänden</a> arbeiten weltweit zu verschiedenen Aspekten des Meeresschutzes. Beispielsweise stoßen Initiativen der Entwicklungszusammenarbeit ebenfalls Projekte zum lokalen Meeresschutz an. Die im Folgenden aufgeführten Organisationen stehen stellvertretend für eine Reihe weiterer <a href="Nichtregierungsorganisation" title="Nichtregierungsorganisation">Nichtregierungsorganisationen</a> (NGOs, aus englisch „non-governmental organizations“), die hier nicht in ihrer Gesamtheit aufgeführt werden können.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Deutschland_2">Deutschland</h4></div>
<p>Die Organisationen und Vereine sind von unterschiedlicher Größe und arbeiten teils stärker lokal im praktischen Naturschutz an der Küste, teils international in der Entwicklungszusammenarbeit oder politisch und Kampagnen-orientiert.
</p>
<ul><li><a href="Aktionskonferenz_Nordsee" title="Aktionskonferenz Nordsee">Aktionskonferenz Nordsee</a> e.&nbsp;V.</li>
<li><a href="Bund_f%C3%BCr_Umwelt_und_Naturschutz" class="mw-redirect" title="Bund für Umwelt und Naturschutz">Bund für Umwelt und Naturschutz</a> e.&nbsp;V. (Meeresschutzbüro in Bremen)</li>
<li><a href="Deepwave" title="Deepwave">Deepwave</a> e.&nbsp;V.</li>
<li><a href="Gesellschaft_zur_Rettung_der_Delphine" title="Gesellschaft zur Rettung der Delphine">Gesellschaft zur Rettung der Delphine</a> e.&nbsp;V.</li>
<li><a href="Naturschutzbund_Deutschland" title="Naturschutzbund Deutschland">Naturschutzbund Deutschland</a> e.&nbsp;V.<sup id="cite_ref-69" class="reference"><a href="#cite_note-69"><span class="cite-bracket">[</span>69<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (Meeresschutzreferat beim Bundesverband in Berlin)</li>
<li><a href="M.E.E.R." title="M.E.E.R.">M.E.E.R.</a> e.&nbsp;V.<sup id="cite_ref-70" class="reference"><a href="#cite_note-70"><span class="cite-bracket">[</span>70<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="Project_Blue_Sea" title="Project Blue Sea">Project Blue Sea</a> e.&nbsp;V.</li>
<li><a href="Schutzstation_Wattenmeer" title="Schutzstation Wattenmeer">Schutzstation Wattenmeer</a> e.&nbsp;V.</li>
<li><a href="Sharkproject" title="Sharkproject">Sharkproject</a> e.&nbsp;V.</li>
<li><a href="Verein_Jordsand" title="Verein Jordsand">Verein Jordsand</a> e.&nbsp;V.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Schweiz">Schweiz</h4></div>
<ul><li><a href="OceanCare" title="OceanCare">OceanCare</a></li>
<li>Sea Shepherd Switzerland</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Europa_2">Europa</h4></div>
<ul><li><a href="Federation_Seas_at_Risk" title="Federation Seas at Risk">Federation Seas at Risk</a>; Seas at Risk ist ein Zusammenschluss europäischer NGOs, deren gemeinsames Ziel es ist, die marine Umwelt der europäischen Meere und des Nordatlantik zu schützen.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Weltweit_2">Weltweit</h4></div>
<ul><li><a href="Internationale_Naturschutzunion" class="mw-redirect" title="Internationale Naturschutzunion">Internationale Naturschutzunion IUCN</a></li>
<li><a href="BirdLife_International" title="BirdLife International">BirdLife International</a></li>
<li>Captain Paul Watson Foundation</li>
<li><a href="Greenpeace" title="Greenpeace">Greenpeace</a><sup id="cite_ref-71" class="reference"><a href="#cite_note-71"><span class="cite-bracket">[</span>71<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="WWF" title="WWF">WWF</a></li>
<li><a href="Sea_Shepherd_Global" title="Sea Shepherd Global">Sea Shepherd</a></li>
<li><a href="Reefcheck#Reef_Check-Organisation" title="Reefcheck">Reefcheck International</a></li>
<li><a href="International_Ocean_Institute" title="International Ocean Institute">International Ocean Institute</a></li>
<li><a href="Whale_and_Dolphin_Conservation_Society" class="mw-redirect" title="Whale and Dolphin Conservation Society">Whale and Dolphin Conservation Society</a> WDCS</li>
<li><a href="Surfrider_Foundation" title="Surfrider Foundation">Surfrider Foundation</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Wissenschaftliche_Akteure">Wissenschaftliche Akteure</h4></div>
<p>In Deutschland forschen und lehren verschiedene universitäre Einrichtungen und Forschungsinstitute zu Themen der <a href="Meereskunde" title="Meereskunde">Meereskunde</a>, die für den Meeresschutz im engeren Sinne von Belang sind. Meeresschutz-relevante Forschungsgebiete sind meist in speziellen Arbeitsgruppen angesiedelt.
</p><p>Weitere Institute, die nicht direkt zum Meeresschutz forschen, finden sich in der Rubrik <a href="Liste_ozeanografischer_Forschungsinstitute" title="Liste ozeanografischer Forschungsinstitute">Liste ozeanografischer Forschungsinstitute</a>.
</p><p>Mit dem <a href="CeDAMAR" class="mw-redirect" title="CeDAMAR">CeDAMAR</a>-Projekt (Teil des <a href="Census_of_Marine_Life" title="Census of Marine Life">Census</a>-Projektes) soll durch ein internationales Wissenschaftsprogramm sämtliches marine Leben erfasst und dokumentiert werden. Auf Grundlage dieser Daten können dann gezielte Schutzprogramme entworfen werden.<sup id="cite_ref-72" class="reference"><a href="#cite_note-72"><span class="cite-bracket">[</span>72<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der 1902 von acht europäischen Ländern gegründete <a href="International_Council_for_the_Exploration_of_the_Sea" title="International Council for the Exploration of the Sea">International Council for the Exploration of the Sea</a> (ICES, deutsch: Internationaler Rat für Meeresforschung) vereinigt inzwischen weltweit Forschungseinrichtungen der Meereskunde und äußert sich zu den gravierendsten Umweltproblemen der Meere. Ständig wird die Entwicklung von 110 ausgewählten Fischarten global erforscht.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bekannte_Personen">Bekannte Personen</h2></div>

<ul><li><a href="Elisabeth_Mann_Borgese" title="Elisabeth Mann Borgese">Elisabeth Mann Borgese</a>, deutsche Meeresrechtlerin und Ökologin sowie Schriftstellerin. Sie war 1970 das einzige weibliche Gründungsmitglied des <i><a href="Club_of_Rome" title="Club of Rome">Club of Rome</a></i> und maßgeblich an dem Seerechtsübereinkommen von 1982 beteiligt.</li>
<li><a href="Jacques-Yves_Cousteau" title="Jacques-Yves Cousteau">Jacques-Yves Cousteau</a>, französischer Meeresforscher.</li>
<li><a href="Jean-Michel_Cousteau" title="Jean-Michel Cousteau">Jean-Michel Cousteau</a>, französischer Meeres-Dokumentarfilmer.</li>
<li><a href="Nikolaus_Gelpke" title="Nikolaus Gelpke">Nikolaus Gelpke</a>, Schweizer Meeresbiologe und Herausgeber der Zeitschrift <i>mare</i></li>
<li><a href="Hans_Hass" title="Hans Hass">Hans Hass</a>, österreichischer Tauchpionier und Meeresforscher, der vor allem durch seine Dokumentarfilme über <a href="Haie" title="Haie">Haie</a> und seinen Einsatz für den Umweltschutz bekannt wurde.</li>
<li><a href="Katherine_Richardson" title="Katherine Richardson">Katherine Richardson</a>, Meeresbiologin, Autorin von Fachbüchern, lehrt an der <a href="Universit%C3%A4t_Aarhus" title="Universität Aarhus">Universität Aarhus</a> und der <a href="Universit%C3%A4t_Kopenhagen" title="Universität Kopenhagen">Universität Kopenhagen</a>.</li>
<li><a href="Paul_Watson" title="Paul Watson">Paul Watson</a>, militanter Walschützer und früherer Greenpeace-Aktivist, 1977 gründete er Sea Shepherd.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>H.&nbsp;J. Müller: <i>Ökologie.</i> Gustav Fischer Verlag, Jena 1991, ISBN 3-334-00398-1.</li>
<li>R.&nbsp;B. Clark: <i>Kranke Meere? Verschmutzung und ihre Folgen.</i> Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1992, ISBN 3-86025-049-3.</li>
<li>P. H. Kemp, Schadstoffeinflüsse und Wechselwirkungen in der Landschaft. Geoökodynamik, Bd. 2,121-136, Darmstadt 1981, <span class="-print"><a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a>&nbsp;<span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%220720-454X%22&amp;key=cql">0720-454X</a></span></span>.</li>
<li><a href="Stefan_Rahmstorf" title="Stefan Rahmstorf">Stefan Rahmstorf</a>, Katherine Richardson: <i>Wie bedroht sind die Meere? Biologische und physikalische Aspekte.</i> Fischer Taschenbuch, 2007, ISBN 978-3-596-17277-1.</li>
<li><cite class="lang" lang="en" dir="auto" style="font-style:italic">A legal scenario analysis for marine protected areas in areas beyond national jurisdiction</cite>. In: <cite class="lang" lang="en" dir="auto" style="font-style:italic">IDDRI Study</cite>. No 06. Paris 11.&nbsp;November 2011 (englisch, [<style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
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/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20150924032740/http://www.iddri.org/Publications/Collections/Analyses/STUDY0611_druel%20bille%20treyer_rapport%20seminaire%20boulogne.pdf">Online</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 24. September 2015 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) Online] [PDF; <span style="white-space:nowrap">1000<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>kB</span>; abgerufen am 30.&nbsp;Januar 2014]).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Meeresschutz&amp;rft.atitle=A+legal+scenario+analysis+for+marine+protected+areas+in+areas+beyond+national+jurisdiction&amp;rft.btitle=IDDRI+Study&amp;rft.date=2011-11-11&amp;rft.genre=book&amp;rft.place=Paris&amp;rft.volume=No+06" style="display:none">&nbsp;</span></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Marine_conservation?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Meeresschutz</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Meeresschutz" class="extiw external" title="wikt:Meeresschutz">Wiktionary: Meeresschutz</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20120328011456/http://www.bsh.de/de/Meeresdaten/Beobachtungen/MURSYS-Umweltreportsystem/index.jsp"><i>MURSYS-Umweltreportsystem (<b>M</b>eeres<b>u</b>mwelt-<b>R</b>eport<b>sys</b>tem).</i></a> Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, archiviert vom <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
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</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.bsh.de%2Fde%2FMeeresdaten%2FBeobachtungen%2FMURSYS-Umweltreportsystem%2Findex.jsp">Original</a></span> (nicht mehr online verfügbar) am <span style="white-space:nowrap;">28.&nbsp;März 2012</span><span>;</span><span class="Abrufdatum"> abgerufen am 30.&nbsp;Januar 2014</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AMeeresschutz&amp;rft.title=MURSYS-Umweltreportsystem+%28%27%27%27M%27%27%27eeres%27%27%27u%27%27%27mwelt-%27%27%27R%27%27%27eport%27%27%27sys%27%27%27tem%29&amp;rft.description=MURSYS-Umweltreportsystem+%28%27%27%27M%27%27%27eeres%27%27%27u%27%27%27mwelt-%27%27%27R%27%27%27eport%27%27%27sys%27%27%27tem%29&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fweb.archive.org%2Fweb%2F20120328011456%2Fhttp%3A%2F%2Fwww.bsh.de%2Fde%2FMeeresdaten%2FBeobachtungen%2FMURSYS-Umweltreportsystem%2Findex.jsp&amp;rft.publisher=Bundesamt+f%C3%BCr+Seeschifffahrt+und+Hydrographie&amp;rft.source=http://www.bsh.de/de/Meeresdaten/Beobachtungen/MURSYS-Umweltreportsystem/index.jsp&amp;rft.language=de">&nbsp;</span></li>
<li><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://schleswig-holstein.nabu.de/themen/meeresschutz/"><i>Meeresschutz.</i></a> NABU Schleswig-Holstein,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 30.&nbsp;Januar 2014</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AMeeresschutz&amp;rft.title=Meeresschutz&amp;rft.description=Meeresschutz&amp;rft.identifier=http%3A%2F%2Fschleswig-holstein.nabu.de%2Fthemen%2Fmeeresschutz%2F&amp;rft.publisher=NABU+Schleswig-Holstein&amp;rft.language=de">&nbsp;</span></li>
<li><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20110306073752/http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/meeresschutz/"><i>Meeresschutz.</i></a> Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), archiviert vom <span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.bund.net%2Fbundnet%2Fthemen_und_projekte%2Fmeeresschutz%2F">Original</a></span> (nicht mehr online verfügbar) am <span style="white-space:nowrap;">6.&nbsp;März 2011</span><span>;</span><span class="Abrufdatum"> abgerufen am 30.&nbsp;Januar 2014</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AMeeresschutz&amp;rft.title=Meeresschutz&amp;rft.description=Meeresschutz&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fweb.archive.org%2Fweb%2F20110306073752%2Fhttp%3A%2F%2Fwww.bund.net%2Fbundnet%2Fthemen_und_projekte%2Fmeeresschutz%2F&amp;rft.publisher=Bund+f%C3%BCr+Umwelt+und+Naturschutz+%28BUND%29&amp;rft.source=http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/meeresschutz/&amp;rft.language=de">&nbsp;</span></li>
<li><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://mpatlas.org/"><i>MPA Global.</i></a> UNEP-WCMC &amp; WWF,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 30.&nbsp;Januar 2014</span> (englisch, Datenbank der geschützten Meeresgebiete weltweit).</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AMeeresschutz&amp;rft.title=MPA+Global&amp;rft.description=MPA+Global&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fmpatlas.org%2F&amp;rft.publisher=UNEP-WCMC+%26+WWF&amp;rft.language=en">&nbsp;</span></li>
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